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Welches Stativ-Material gibt es?

Ein Stativ wird gebraucht, ein Stativ wird gekauft, und gut ist! Oder etwa nicht? Natürlich kann man schnell mal ein Kamerastativ kaufen, aber ist es auch das richtige Stativ oder kauft man in Endeffekt 2x?

Zu den wichtigsten Fragen gehört das Material. Kamerastative werden aus vielen verschiedenen Materialien produziert. Aluminium ist diesbezüglich jedem ein Begriff, Carbon ist auch noch bekannt, aber wie schaut es mit Holz, Kunststoff, Magnesium oder Basalt aus?

Die Materialfrage

Jedes Material hat seine besonderen Eigenschaften und Vor- und Nachteile. Die wichtigsten werden wir uns nun anschauen.

Aluminium

Aluminium ist das bekannteste und am häufigsten verwendete Material bei Kamerastativen. Gewicht, Preis und Stabilität sind positiv und machen Aluminium daher so beliebt. Es ist zwar Schwingungsanfälliger als Carbon Holz oder Basalt, dafür ist es aber auch deutlich preiswerter. Ein Aluminiumstativ bietet eben gute, aber eben nicht immer sehr gute Eigenschaften. Ist also ein guter Kompromiss zwischen Materialeigenschaften und Preis.

 

Vorteile

Günstiges Material

Große Auswahl

Leichte Bauweise

Nachteile

Dämpfung mittelmäßig

Temeraturanfällig

 

 

Rollei C5i Packmaß

Rollei C5i schwarz


Carbon

Mit einem Carbonstativ verbindet man immer gerne Profiequipment. Es besitzt ein geringes Gewicht, gleichzeitig aber sehr große Stabilität. Es ist ein extrem leichtes Material, das aber auch anfälliger für Beschädigungen ist. Ein Aluminiumstativ steckt Anecken oder Kanten besser weg, als es ein Carbonstativ macht. Besonders gut ist Carbon, da es sehr schwingungsarm ist und eine deutlich höhere Steifigkeit besitzt. Auch die Temperaturausdehnung fällt sehr gering aus. Ganz anders als bei Aluminium. Fast alle Hersteller haben neben günstigen Aluminiumstativen auch Carbonstative im Programm.

 

Vorteile

Sehr stabil

Nicht temperaturanfällig

Sehr leichtes Material

Nachteile

Sehr teuer

 

Rollei C6i Carbon

Rollei C6i Carbon


Holz

Kamerastative aus Holz vermitteln eine ganz eigene Stimmung. Es ist ein besonderes Gefühl mit dem Material Holz zu arbeiten. Es vermittelt weniger die moderne und schnelllebige Zeit, sondern wirkt mehr auf das Gefühl der vergangenen Fotografie, die noch etwas sehr besonderes dargestellt hat.

Trotzdem sollte man nicht vernachlässigen, dass Kamerastative aus Holz sehr robust, schwingungsarm und belastbar sind. Leider werden sie schnell unhandlich, da ein Holzstativ natürlich nicht genauso kompakt produziert werden kann, wie es bei einem Aluminiumstativ mit dünnen Teleskoprohren der Fall ist. Holz ist und bleibt ein eigenes Gefühl der Fotografie.

 

Vorteile

Sehr Schwingungsarm

Gute Dämpfungseigenschaften

Nachteile

Kleine Auswahl

Großes Packmaß

 

Berlebach Report 332 Eschenholz-Dreibeinstativ

Kunststoff

Bei den Kunststoffstativen kommen wir in eine sehr unbeliebte Kategorie. Viele Billigstative werden größtenteils oder auch ganz aus Plastik gefertigt. Das Material ist zwar recht leicht, aber die Tragfähigkeit und Stabilität können weder mit Holz, noch mit Carbon oder Aluminium mithalten. Preislich ist ein Kunststoffstativ zwar oftmals interessant, aber es besteht die Gefahr, dass man weder mit dem Funktionsumfang, noch mit der Handhabung zufrieden ist und letztendlich zweimal kauft.

 

Vorteile

Leichtes Material

Günstiger Preis

Nachteile

Nicht sehr robust

Einsteigermaterial

Geringe Stabilität

Geringe Tragfähigkeit

 

 

Stativ Cullmann ALPHA 2500

Cullmann ALPHA 2500


Magnesium

Magnesium tritt nicht als alleiniges Material für ein Stativ auf. Es wird meistens als Legierung mit Aluminium bei der Produktion von Stativen und Stativköpfen verwendet. Es zeichnet sich durch eine gute Haltbarkeit aus und ist vor allem deutlich leichter als Aluminium. Das führt zu einer hohen Tragkraft kombiniert mit einem geringen Eigengewicht.

 

Vorteile

Gute Haltbarkeit

Geringes Eigengewicht

Hohe Tragkraft

Nachteile

Immer als Aluminium-Magnesium Legierung

 

Rollei C5i Lieferumfang

Rollei C5i Lieferumfang Übersicht


Basalt

Bei Basalt denkt man nicht unbedingt direkt an Kamerastative. Bisher ist Gitzo der einzige Anbieter, der Basalt bei einigen Modellen einsetzt. Das Material ähnelt Carbon, ist aber robuster bei Schlägen und ist dazu noch leichter. Das schlägt sich allerdings auch im Preis nieder.

 

Vorteile

Robuster bei Schlägen

Sehr exklusiv

Nachteile

Wenig Auswahl

Sehr teuer

 


Fazit

Kamerastative gibt es in diverse Arten und Materialien. Nach wie vor ist Aluminium das beliebteste Material. Es ist leicht, robust, preiswert und ein sehr guter Allrounder! Carbon hat in den letzten Jahren deutlich Boden gut gemacht. Immer mehr Fotografen schwören auf das leichtere Carbon. Die Dämpfungseigenschaften sind besser als bei Aluminium. Dazu zeichnet es sich durch die kompakte und leichte Bauweise aus.

Bevor man ein Kamerastativ kauft sollte man sich überlegen, wie intensiv und zu welchem Zweck es eingesetzt wird. Für den Hobbyfotografen, der gerne auf Familienfeiern knipst, rentiert sich in den seltensten Fällen ein Carbonstativ. Da reicht es ein günstiges Aluminiumstativ zu kaufen. Das Stativ aus Plastik verfügt auch über die Grundfunktionen, ist aber natürlich anfälliger in Sachen Verschleiß.

Basalt und Holz sind außergewöhnliche Materialien. Holz braucht wirkliche Liebhaber, die den Stil mit Holz zu arbeiten schätzen und Basalt macht nur in sehr seltenen Momenten Sinn. Es bietet zwar Vorteile, höchste Qualität, aber auch einen deftigen Preis.



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