Skip to main content

Stativvergleich

Vor- und Nachteile im Überblick

Informativ

Worauf ist vor einem Kauf zu achten?

Tipps & Tricks

Rund um das Thema Stativ

previous arrow
next arrow
Slider

Große Kameras, Schienen, Kräne und ganze Teams sind inzwischen nicht mehr für sanfte Kamerafahrten nötig. Das Gimbal ist technisch die neuste Entwicklung. Mittlerweile ist es auch mit überschaubaren Mitteln möglich einen cinematischen Look zu erschaffen.

Kamerafahrten und eine bewegte Kamera machen einen Film interessant, doch erreicht man das nicht nur über Steadycams, sondern besitzt inzwischen auch technisch hochwertigere Lösungen, um diese Aufgabe zu meistern. Mit einem Gimbal gleicht man technisch unterstützt unerwünschte Bewegungen aus.


Vergleich Gimbal 2018

1234
DJI Ronin-M Zhiyun Tech Crane 2 Gimbal MOZA Air Gimbal Walimex Pro Smartmove
Modell DJI Ronin-MZhiyun Tech Crane 2 GimbalMOZA Air GimbalWalimex Pro Smartmove
Preis

998,97 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

431,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Bewertung
Gewicht2.3 kg1.25 kg1.1 kg0.9 - 1.5 kg
Tragkraft3.6 kg3.2 kg2.5 kg1.8 kg
Akkulaufzeit6 Std.12-18 Std.6-8 Std.6 Std.
Schwenkachse Neigungsachse Rollachse

360°
+105°/-190°
+-110°

360°
-135°/+185°
360°

360°
360°
360°

360°
360°
360°

MaterialMagnesiumAluminiumAluminiumAluminium
Gewicht2.3 kg1.25 kg1.1 kg0.9 - 1.5 kg
Arca Swiss
Friktionsdämpfung
MaterialMagnesiumAluminiumAluminiumAluminium
Preis

998,97 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

431,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsPreis prüfen*DetailsPreis prüfen*DetailsNicht VerfügbarDetailsPreis prüfen*

Der Vergleich Gimbal 2018 fasst Informationen von großen Verbraucherportalen und Herstellerangaben auf einen Blick zusammen, um die einzelnen Gimbal optimal miteinander zu vergleichen und bei der Auswahl des passenden Gimbal unterstützen zu können.

Was ist eigentlich ein Gimbal?

Gimbal bezeichnet eine kardanische Aufhängung, die zur Bildstabilisierung dient. Vor ein paar Jahren war es nur Fachleuten im Filmgeschäft ein Begriff, doch inzwischen werden Gimbals für viele Film-/DSLR-Kameras, Handys und Action-Cams angeboten. Im Prinzip ist ein Gimbal eine besondere Form des Schwebestativs. Physikalisch erklärt ist ein Gimbal eine kardanische Aufhängung, in dessen Schwerpunkt sich ein Körper in alle Seiten drehen kann, ohne aus dem Stabilisierungssystem herauszufallen.

Mit den neuen, elektronisch stabilisierenden 3-Axis Brushless Gimbals (verständlich „dreiachsige kandarische Aufhängung mit bürstenlosen Motoren“) ist viel Bewegung in die Filmindustrie gekommen. Es ist das perfekte Mittel, um dynamische, schwerelose und absolut ruhige Bilder zu gestalten. Doch nicht nur für große Filmkameras sind Gimbals erhältlich. Auch für andere Kameraarten erhält man inzwischen eine breite Produktpalette.

DSLR Gimbal

Ein DSLR Gimbal ist meist eine sehr große Stabilisierungsvorrichtung, die mit 2 Händen zu halten ist. Auch größere Kameras fallen mit in diese Kategorie. Doch auch hier gibt es schon einzelne Gimbals für Kompaktkameras, die mit nur einer Hand gehalten werden.

Smartphone Gimbal

Für Smartphones gibt es inzwischen ganz eigene Gimbals. Meist für jede Art von Smartphone zu verwenden. Hierbei wird das Handy auf dem Gimbal fixiert, welches dann die Bewegung des Handys ausgleicht.

Actioncam Gimbal

In dieser Kategorie landen nicht nur GoPros, sondern jede Art von Actioncam. Viele Gimbals in dieser Kategorie können auch irgendwo direkt befestigt werden und müssen nicht zwingend in der Hand gehalten werden.

All-in-one Gimbal

Darunter werden Gimbals mit schon eingebauter Kamera verstanden. Man braucht keine eigene Kamera, sondern hat schon ein All in One Paket. Die Komponenten sind fest verbaut.

Kreativer Einsatz des Stativs

Ein Gimbal ist ein in zwei Ebenen gelagertes Objekt. Durch den ausbalancierten Schwerpunkt ist es möglich, eine mittig befestigte Kamera, dreidimensional zu bewegen. Bewegungen des Kameramanns werden dadurch ausgeglichen und die Kamera liefert verwacklungsfreie Bilder. Kameras, bzw. deren Objektive haben zwar oftmals einen Bildstabilisator integriert, dieser ist allerdings nur für minimale Wackler und Bewegungen ausgelegt. Große Schwenks, Bewegungen oder Fahren können damit nicht vernünftig stabilisiert werden. Kleinere Kameras von Handys oder Action-Cams haben noch weniger eigene Möglichkeiten, um ein Bild zu stabilisieren. Daher ist es immer von Vorteil, dass eine Kamera zusätzlich von außen stabilisiert wird.

Gimbals werden inzwischen nicht nur für die kleine Action-Cam angeboten, sondern auch für Kameras jeglicher Größe. Angefangen bei einem Handy, über DSLRs bis hin zu großen Filmkameras. Auch bei Drohnen werden inzwischen immer häufiger Gimbals als Stabilisierungssystem eingesetzt.

Cinematischer Look

Ein Gimbal ist natürlich nicht das einzige Hilfsmittel, um weiche und gleichmäßige Kamerafahren oder Kameraflüge zu produzieren. Doch durch die technische Unterstützung kann sich der Kameramann voll und ganz auf die Qualität der Aufnahme konzentrieren. Dieses „Kinofeeling“ der Aufnahmen, ist nur durch Kamerabewegungen zu erreichen.

Drohnen

Nicht nur die Handkamera, sondern auch die Kamera an Drohnen wird gerne mit einem Gimbal stabilisiert, um unschöne Vibrationen der Motoren zu verhindern. Damit werden die Drohnenflüge noch spektakulärer und verlangen deutlich weniger Zeit in der Post-Production.

Vor-/Nachteile eines Gimbal

Die Vorteile eines Gimbals liegen natürlich auf der Hand. Verwacklungsfreie Aufnahmen sind nicht der einzige Vorteil. Durch ein Gimbal wirken die Aufnahmen und Kamerafahrten viel professioneller. Man spart sich viel Zeit und Arbeit, da das Material nicht mehr aufwendig stabilisiert werden muss. Außerdem kann man sich beim Dreh viel intensiver auf die Szene konzentrieren, da eine große Fehlerquelle wegfällt und man den Fokus nicht nur auf einer stabilen Kamera haben muss. Weiter gibt es viele nützliche Zusatzfunktionen, die eingesetzt werden können. Von der Objektverfolgung bis hin zur Möglichkeit bewegte Timelapse aufzunehmen.

So schön es auch bisher klingt hat ein Gimbal natürlich auch Grenzen. Es ist nicht möglich translatorische Raumbewegungen (z.B. schnelle Auf- und Abbewegungen) auszugleichen. Diese sind auf der Aufnahme zu sehen. Es können nur Drehbewegungen korrigiert werden. Daher muss natürlich auch beim Einsatz eines Gimbals auf eine ruhige und geplante Kameraführung geachtet werden. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn man sich gleichmäßig fortbewegt. Mit einem Fahrrad, Skateboard, Ski oder Snowboard bekommt man bessere Aufnahmen, als wenn man rennt oder springt.

Eine weitere Schwäche zeigt ein Gimbal bei Mikrovibrationen. Diese treten meist in sehr hohen Frequenzen auf, welche zu schnell sind, um sie mit einem Gimbal auszugleichen. Sie entstehen in Autos, Drohnen oder auch manchmal auf Mountainbikes. Abhilfe schaffen Dämpfungselemente, die zwischen Gimbal und dem befestigten Objekt eingesetzt werden.

 

Vorteile

Professionalität – Ergebnis der Aufnahmen erhalten cinemaltischen Look.

Zeitersparnis – Videomaterial muss nicht mehr stabilisiert werden.

Effizienter Drehen – Weniger Takes, da die Fehlerquelle Verwacklungen unterbunden wird.

Zusatzfunktionen – Technische Hilfsmittel, wie Objektverfolgung oder bewegte Timelapse.

Nachteile

Auf-/Abbewegungen – Translatorische Raumbewegungen können nicht ausgeglichen werden.

Mikrovibrationen – Diese Bewegungen sind zu fein, um die durch die Motoren auszugleichen.


Vergleich Gimbal 2018

1234
DJI Ronin-M Zhiyun Tech Crane 2 Gimbal MOZA Air Gimbal Walimex Pro Smartmove
Modell DJI Ronin-MZhiyun Tech Crane 2 GimbalMOZA Air GimbalWalimex Pro Smartmove
Preis

998,97 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

431,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Bewertung
Gewicht2.3 kg1.25 kg1.1 kg0.9 - 1.5 kg
Tragkraft3.6 kg3.2 kg2.5 kg1.8 kg
Akkulaufzeit6 Std.12-18 Std.6-8 Std.6 Std.
Schwenkachse Neigungsachse Rollachse

360°
+105°/-190°
+-110°

360°
-135°/+185°
360°

360°
360°
360°

360°
360°
360°

MaterialMagnesiumAluminiumAluminiumAluminium
Gewicht2.3 kg1.25 kg1.1 kg0.9 - 1.5 kg
Arca Swiss
Friktionsdämpfung
MaterialMagnesiumAluminiumAluminiumAluminium
Preis

998,97 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

431,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsPreis prüfen*DetailsPreis prüfen*DetailsNicht VerfügbarDetailsPreis prüfen*

Der Vergleich Gimbal 2018 fasst Informationen von großen Verbraucherportalen und Herstellerangaben auf einen Blick zusammen, um die einzelnen Gimbal optimal miteinander zu vergleichen und bei der Auswahl des passenden Gimbal unterstützen zu können.

Funktionsweise eines Gimbal

Die physikalische Funktion eines Gimbals ist inzwischen bekannt. Eine Kamera ist auf zwei Ebenen gelagert und kann somit dreidimensional gedreht werden. Dadurch können Bewegungen ausgeglichen werden. Doch das impliziert eine gewisse Trägheit, welche Zeit kostet. Wie also ist es möglich schnellere Bewegungen auszugleichen. Beispielsweise bei sehr dynamischen Kameraschwenks oder einer Kamera an einer Drohne? Die Bewegungen sind zu schnell, um sie durch die rein physikalischen Kräfte auszugleichen.

In einem solchen Fall sind die Aufhängungen der Kamera ist Brushless Motoren bestückt. Bewegungen werden durch Sensoren wahrgenommen und durch die Impulse direkt ausgeglichen. Die Sensoreinheit ist eine inertial measurement unit (IMU), welche die Beschleunigung und Position kontinuierlich in Echtzeit überprüft und gegebenenfalls ausgleicht. Sobald das System Abweichungen der Position erkennt, werden diese registriert und direkt ausgeglichen. Das ist der Fall bei schnellen Richtungswechseln oder starkem abbremsen. Die kleinen Motoren werden dann dazu angehalten in entgegengesetzte Richtung zu arbeiten. Die Gesamtheit des Systems führt zur Stabilisierung des Kamerabildes.

Was ist vor dem Kauf zu beachten?

Tragkraft

Auch bei diesem Stativ ist die maximale Tragkraft ganz oben auf der Liste. Wichtig ist vor einer Anschaffung zu checken, ob das Kamerasystem in die Vorgaben des Herstellers passt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Vorgabe des Herstellers nicht komplett ausgereizt werden. Ein Gimbal kann natürlich bis zu einem gewissen Gewicht belastet werden, doch doch umso näher man an die maximale Tragkraft herankommt, umso unsauberer kann die Kameraaufnahme werden. Daher immer einen kleinen Puffer zwischen der schwersten Kamera + Objektiv und der maximalen Tragkraft einbauen.

Eigengewicht

Natürlich wird bei größeren Kameras auch das Gimbal größer und sperriger. Trotzdem sollte man darauf achten, dass man trotz Gewicht noch angenehm damit arbeiten kann. Manchmal kann schon die Bauform den Unterschied machen. Setzt man eine Kompaktkamera auf ein Gimbal, das mit einer Hand gehalten wird oder verwendet man doch eins mit 2 Griffen, um das Gewicht auf beide Arme zu verteilen.

Balancing

Schnell möchte man drehbereit sein, doch vorher muss die Kamera vorbereitet werden. Dabei ist es wichtig darauf zu achten, dass das Gimbal schnell justiert und eingestellt werden kann. Sind die Verschlüsse gut erreichbar? Kann das Gimbal von einer einzelnen Person eingerichtet werden? Hält die Konstruktion in der gewünschten Position?

Connectivity

Viele Hersteller bieten passende Apps zu ihren Geräten an. Damit lassen sich Kameraeinstellungen verändern und anpassen. Auch gibt es viele interessante Features, wie Gesichtserkennung oder Objekttracking.

Kamera

Als ein sehr wichtigen Punkt sollte man die Kompatibilität des Gimbals betrachten. Es ist immer von Vorteil, wenn das Stabilisierungssystem mit noch anderen Kameras, als der Eigenen, kompatibel ist. Leiht man sich für einen besonderen Zweck eine weitere Kamera, muss man nicht das komplette Zubehör austauschen, sondern kann auf sein eigenes Equipment zurückgreifen.

Checkliste vor dem Kauf

  • Maximale Traglast – Bis zu welchem Gewicht kann ich das Gimbal nutzen?
  • Gesamtgewicht – Lässt sich der gesamte Aufbau auch nach längerer Zeit angenehm händeln?
  • Balancing – Wie aufwendig ist das Ausbalancieren des Gimbals?
  • Connectivitiy – Kann ich das System mit Apps verbinden?
  • Kamera – Welche Kameras sind kompatibel?

Vergleich Gimbal 2018

1234
DJI Ronin-M Zhiyun Tech Crane 2 Gimbal MOZA Air Gimbal Walimex Pro Smartmove
Modell DJI Ronin-MZhiyun Tech Crane 2 GimbalMOZA Air GimbalWalimex Pro Smartmove
Preis

998,97 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

431,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Bewertung
Gewicht2.3 kg1.25 kg1.1 kg0.9 - 1.5 kg
Tragkraft3.6 kg3.2 kg2.5 kg1.8 kg
Akkulaufzeit6 Std.12-18 Std.6-8 Std.6 Std.
Schwenkachse Neigungsachse Rollachse

360°
+105°/-190°
+-110°

360°
-135°/+185°
360°

360°
360°
360°

360°
360°
360°

MaterialMagnesiumAluminiumAluminiumAluminium
Gewicht2.3 kg1.25 kg1.1 kg0.9 - 1.5 kg
Arca Swiss
Friktionsdämpfung
MaterialMagnesiumAluminiumAluminiumAluminium
Preis

998,97 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

431,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.

799,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
DetailsPreis prüfen*DetailsPreis prüfen*DetailsNicht VerfügbarDetailsPreis prüfen*

Der Vergleich Gimbal 2018 fasst Informationen von großen Verbraucherportalen und Herstellerangaben auf einen Blick zusammen, um die einzelnen Gimbal optimal miteinander zu vergleichen und bei der Auswahl des passenden Gimbal unterstützen zu können.

Vergleich Gimbal/Steadycam

Bis vor ein paar Jahren war die Steadycam die einzige wirkliche Option, um stabilisierte Kamerafahrten zu erstellen. Doch durch technologischen Fortschritt hat die Steadycam ihre Monopolstellung verloren. Das Gimbal ist zur ernsthaften Konkurrenz herangewachsen. Doch wo liegen die Stärken und Schwächen der beiden Stabilisierungssysteme?

Auf der einen Seite steht die Streadycam. Sie stabilisiert durch die Grundlagen der Physik. Der Kameramann erhält Bewegungsfreiheit und kann diese flexibel nutzen. Es ermöglicht ihm verwacklungsfreie Aufnahmen zu machen und die Bewegungen und Schritte seines Körpers komplett von der Kamera zu isolieren. Aus der Hand gefilmt würde sich jeder Schritt und jede Vibration direkt auf die Aufnahme übertragen. Unmöglich ist es während einer Aufnahme zu laufen und so saubere Bilder einzufangen. Eine gleitende, schwebende oder fliegende Aufnahme ist nur mit einer Steadycam möglich.

Ein Gimbal hat erstmal die gleiche Aufgabe wie eine Steadycam, es stabilisiert. Doch wird bei einem Gimbal nicht die Schwerkraft zum stabilisieren eingesetzt, sondern die Technologie. Es stabilisiert mit elektronischer Unterstützung.

Die Funktionsweise eines Gimbals besteht im Grunde aus 4 Phasen: Bewegung – Erfassung – Berechnung – Gegenbewegung.

Die erste Phase beginnt mit der Bewegung der Kamera. Wenn die Kamera beschleunigt, bremst oder abrupt die Richtung wechselt, wirken Kräfte auf diese. Die IMU (Inertia Measurement Unit) erfasst diese Krafteinwirkung und leitet sie zur GCU (Gimbal Control Unit) weiter. Darin werden dann die nötigen Gegenbewegungen berechnet. In der letzten Phase kommen die verschiedenen Motoren (brushless Motor) zum Einsatz. Diese führen dann die notwendige Gegenbewegung aus. Das ganze passiert im Bruchteil von Sekunden.

Eine Streadycam und ein Gimbal haben unterschiedliche Ansätze, um ein Bild zu stabilisieren. Gerade im Bereich Actioncams ist ein Gimbal sehr sinnvoll. Es muss nicht in der Hand gehalten werden. Eine Steadycam wäre sehr unpraktisch, wenn sie auf einem Snowboard zusätzlich in der Hand gehalten werden muss. Das Gimbal ist schnell befestigt und einsatzbereit. Bei kleinen Kameras tut sich eine Steadycam schwer, Bewegungen nur durch das Gewicht in kürzester Zeit auszugleichen. Die technische Unterstützung bei einem Gimbal ist präziser und effektiver.

Bei größeren Kameras sind Steadycam und Gimbal auf Augenhöhe. Ein Einstiegsmodell, um sich erstmals mit einer fliegenden Kamera auseinanderzusetzen und auszuprobieren, gibt es bei Steadycams etwas günstiger. Bei hochpreisigen Modellen ist dieser Vorteil allerdings hinfällig. Es kommt auf den persönlichen Geschmack an. Die technische Unterstützung bleibt allerdings auch hier ein Vorteil des Gimbals.

Gimbal

Technik ermöglicht direkte Stabilisierung

Einfach zu bediene

Kostenintensiv

Größer und sperriger

Steadycam

Günstige Anschaffung

Platzsparend zu verstauen

Komplexere Einstellungen

Übung zum bedienen nötig

Wissenswert - Tipps und Tricks

Leichtigkeit schont

Eine Kamera hat schon ein ordentliches Grundgewicht. Zusätzliches Equipment verdoppelt dieses oftmals mit Leichtigkeit. Das ist auf der einen Seite schwierig zu händeln, auf der anderen Seite ist es eine ordentliche Belastung für Arme und Rücken. Versucht daher das Gewicht zu reduzieren, außer man hat ein Gimbal mit dem Support einer Weste. Dann wird ordentlich Gewicht darauf geladen und es ist immer noch gut händelbar. Nicht zu vergessen ist der Verschleiß. Zusätzliches Gewicht führt zu einer stärkeren Belastung der Motoren und natürlich auch dem Akku. Denkt darüber nach was wirklich mit angebaut werden soll und geht sorgfältig mit dem Gimbal um.

Kamerabilder beruhigen

Trägt man das Gimbal in der Hand und läuft sieht man auch dabei leichte Auf- und Abbewegungen der Schritte. Das ist dem Körperbau und der daraus resultierenden Gangart geschuldet. Behilft man sich aber mit einem Skateboard, Anhänger oder Fahrrad werden diese Auf- und Abbewegungen vermieden. Die aufkommenden Vibrationen werden vom Gimbal stabilisiert und es resultiert in ruhige, weiche und gleichmäßige Bewegungen.

Kleine Schritte

Ist es doch zu aufwändig mit einem Skateboard oder Fahrrad zu fahren, um unerwünschte Bewegungen zu vermeiden, sollte man sich in kleinen Schritten fortbewegen. Mit dem Gimbal in der Hand geht man leicht in die Knie und geht mit gleichmäßigen und kleinen Schritten vorwärts. Die Konzentration auf die Bewegung unterdrückt die starken Auf- und Abbewegungen. Unter Einsatz der Arme wird der Körper zur Dämpfungseinheit und „schluckt“ unerwünschte Wackler.

Quick Release Adapter

Mit diesem kleinen Zusatz lässt sich die Kamera schnell und problemlos abnehmen, um beispielsweise den Akku zu wechseln oder das Objektiv auszutauschen. Wechselt man nur einen Akku oder Tauscht die Speicherkarte muss man das Gimbal danach nicht neu justieren, sondern kann es direkt wieder einsetzen.

Abstand beibehalten

Ein Problem, das gerne bei der Arbeit mit einem Gimbal aufkommt ist das optimale fokussieren des Motivs. Der Autofokus einer Kamera hat im professionellen Einsatz nichts zu suchen. Doch das manuelle Drehen am Objektiv ist umständlich und nicht immer möglich. Behält man während der Bewegung allerdings den Abstand zum Motiv bei kann man auf das nachfokussieren verzichten und hat das Motiv immer scharf im Bild.

Auf einen Blick

  • Mit einem Gimbal stößt man in ganz neue Sphären der Filmproduktion hervor.
  •  

  • Die Aufnahmen werden durch den Gimbal-Effekt außergewöhnlich aufgewertet und fesseln jeden Betrachter.
  •  

  • Doch auch mit einer Steadycam lassen sich ähnlich spektakuläre Aufnahmen machen. Diese bleibt als Option bestehen, auch wenn das Gimbal durch die technische Unterstützung in meinen Augen die Nase vorne hat.

 

Das könnte sie auch interessieren!